Es ist selten, dass man mit guten Erwartungen ins Kino geht und diese dann letztlich noch übertroffen werden.
Man setzt sich, wartet bis das Licht ausgeht , im kommunalen Kino ein paar winzige erträgliche Spots zu Anfang und dann der Vorspann.
Ich sags euch, der ganze Film übt einen Sog auf euch aus und gibt euch frühestens 3 Sekunden nach dem Abspann wieder keuchend frei.
Das liebe ich!
Spielplatz Werbebranche: Jährlich werden rund 500 Millarden Dollar in die Werbung gepumpt.
Eine handvoll Menschen entscheiden was wir morgen essen, trinken, besitzen wollen.
Einer davon ist Octave. Für Octave ist alles käuflich ergo bedient er sich reichlich: Penthouse-Wohnung, Autos, Drogen, Ideen, Menschen, Gefühle.
Doch da ist so eine Frau…
Jedenfalls, er beginnt zu zweifeln und weil er die Oberflächlichkeit der Werbebranche als Verantwortliche für seine Miseren erkennt will er ihr einen Denkzettel verpassen, den sie so schnell nicht vergessen soll.
Aber vielleicht ist Octave auch einfach nur feige.
Im hiesigen Kulturmagazin steht zur Regie-Arbeit:
Eingebettet in eine rasant erzählte Satire nutzt Kounen die Mittel der Werbenden und versinndbildlicht die manipulative Kraft dieser Branche. [...] Dabei dienen seine virtuosen, visuellen Exkurse keinesfalls einem Selbstzweck. Mit verschiedenen Stilmitteln, wie Storytelling, Videoclipsequenzen oder Comiceinschüben bündelt er die Sehgewohnheiten unterschiedlicher Rezipienten. Druch diese äußerst geschickte verknüpfung und die unterschwellige Einbettung mannigfaltiger Zitate aus bekannten Spots wie auch Filmen schafft es Kounen, den Zuschauer mit ins Geschehen hinein zu ziehen.
Jap, exakt DAFÜR werden Filme gemacht.





