Archiv für 'MUSIFI'Kategorie

Sigur Rós (Polar-Rock/Island)

Oktober 21, 2009

Ich habe bei etlichen begeisterten Hörern gelesen, dass sie sich einfach bei dieser speziellen Band bedankt haben – für ihre Musik, die man schlecht beschreiben, aber umso besser fühlen kann. Und dafür, dass sie sie mit der Welt teilen will.

So will ich’s auch halten:

Für diese klirrende Ästhetik und das Talent einen wehmuts- getränkten und zugleich heimeligen Schwebezustand heraufzubeschwören, danke!

Hljómalind / Sæglópur / Salka

48 Hour Film Project

August 5, 2009

DAS ist mal eine gute Idee gewesen!
Eine Kreuzung aus Festival, Wettrennen im Team und Kleinkunst ist entstanden.
Für alle filmschaffenden Workaholics, welche jede Panne mit Humor nehmen können, sowie das absolute Improvisieren lieben!

>> www.48hourfilm.com

(Mein Favo. ist bisher: Wir wollen, können aber nicht. – Was die Atmosphäre der zwei Tage ziemlich treffend beschreiben dürfte! (.; )

Tim Burton’s nächster Trip

Juli 16, 2009

Alice in Wonderland – 2010.

Da wird es wieder viel zu sehen geben!

Erste Eindrücke gibt es bei den Fünf Filmfreunden: First Look

Lars von Trier, Filmemacher

Januar 18, 2009

Sein The Boss Of It All - bereits 2006 dänische Premiere gefeiert, läuft nun in deutschen Programmkinos.

thebossofitall1

Bei Wiki steht der Zusatz:

Zum ersten Mal wendete Lars von Trier in The Boss of it All sein neu entwickeltes Aufnahmeverfahren Automavision an, bei dem der Bildausschnitt computergesteuert nach dem Zufallsprinzip festgelegt wird.

Diesem Mann, der überall als neurotisch,  anstrengend und perfektionistisch beschrieben wird, gelingt es immer wieder den Zuschauer mit einem Würgreiz und beklemmendem Gefühl der Hilflosigkeit aus seinen Filmen zu entlassen.

Als ein Beispiel will ich  Breaking The Waves nennen – mit Emily Watson in der Rolle der Bess.  Sie spielt Bess sehr eindrücklich und markant und dennoch völlig unschuldig. Über den Film wurde bei Wikipedia bereits alles treffend zusammengetragen, ohne zu viel zu verraten.

Als ein weiteres die Amerika-Trilogie, von welcher bisher zwei Filme Dogville und Manderlay fertig gestellt sind.

Das Besondere an diesen Filmen ist, dass die Sets wie Theaterbühnen aufgebaut sind.

Häuser, Straßen und Felder sind in der Regel nur als  beschriftete Zeichungen auf dem Boden zu erkennen – einem Bauplan gleich. Sollte ein Haus stehen, dann allenfalls halb, mit fehlenden Wänden und sowieso ohne Dach.

Der Zuschauer wird also zu einer Art angewidertem Voyeur. Sieht Bettgeschichten, Intrigen, Zank. Menschen, die es gut meinen und letztlich an sich selbst scheitern, an dem was schlecht, aber doch wahr ist am Menschsein.

Man sieht hin, hat das Gefühl man kennt die Dinge, die da passieren, hat sie schonmal erlebt oder behauptet es gäbe sie nicht oder ertappt sich dabei wie man diese verurteilungswürdigen Züge bei sich selbst entdeckt und wird dennoch allein gelassen mit der Frage: Wo setze ich an, wenn ich was verändern/verhindern will ?

eMusik

Januar 14, 2009

Da ich nach Portishead und diversem Café del mar-Probehören längst den Einstieg zur elektronisch(angehaucht)en Musik gefunden habe sind ein paar Sätze überfällig.

Hm, an diesen Interpreten  z. B. bin ich länger hängen geblieben:

Soulstice.

Es ist eigentlich zu lange still um sie um noch hoffen zu können, dass da noch mal was kommt. Schwanken zwischen Trip Hop, Acid-Jazz und Drum’n'Bass. Für Trip Hop, eJazz  schienen sie jedoch ein besseres Händchen gehabt zu haben. Colour / Wind (nur den Remix von Fila Brazilla) / Fall Into You

dZihan & Kamien.

2007, meine ich,  darauf gestoßen worden. Damals konnte ich nichts damit anfangen. Dann bei Café del mar (Homebase) für mich wieder entdeckt. Das DJ-Duo aus Wien produziert u. a. Nu-Jazz, Deep House. Fakes, die Doppel-LP, welche eigentlich am wenigsten d&K enthält, sagt mir am meisten zu (Ambala von Paramod Upadyaya).

Massive Attack.

Alte Hasen in Sachen Trip Hop. 1987 gegründet. Ihre Single Sly (mit Nicolette) hat es mir besonders angetan. Desweiteren Black Milk (mit der fantastischen Stimme von Liz Fraser).

Thievery Corporation.

Ein DJ-Duo aus den Staaten. Widmet sich u.a. dem Dup(step) und Acid/Nu-Jazz. Sleeper Car / The Time We Lost Our Way (mit Loulou) / Until The Morning (mit Emiliana Torrini)

Psapp.

Erzeugen ihre Musik mit Kinderspielzeug, heißt es. Wenn man’s hört, glaubt man das sofort. Cosy In The Rocket / Hill Of Our Home

Emilie Simon.

Niedlich-zierliche Französin mit dünnem, aber säuselndem Stimmchen – und dreckigen Phantasien. Desert / Lise

Smoke City.

Produzieren Trip Hop mit Electro-Einflüssen. Underwater Love

Stelle fest: eMusik am liebsten mit weiblicher Stimme oder instrumental.

Aktuell lausche ich fasziniert dem, was die Minimal-Szene so hergibt.

(Liskölnparty? Bindabei!)

MFG

Dezember 22, 2008

Wenn man einfach nur mitfährt, kann man sich gut zurücklehnen und Konversation betreiben oder konsumieren.

Dabei ist es möglich, dass sich ein interessanteres Gespräch entwickelt und man Dinge daraus mitnehmen kann.

Vor ein paar Tagen erst erhielt ich den Tipp für folgenden witzigen/winzigen Kurzfilm, gebastelt von einem Freund des Fahrers. Und da ich ihn klasse finde:

Ein Hartes Geschäft von Zuniel Kim

Palermo Shooting

November 25, 2008

Das neue Album der Toten Hosen ist dermaßen schlecht, dass ich mich frage:
Wie kann Campino das mit seiner Darstellung des Hauptcharakters im ebenfalls neuen Wim Wenders Film Palermo Shooting vereinbaren?

(Nachtrag: Ah, war zu schnell im Fällen des Urteils; beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr aus dem Affekt heraus schreiben. Es ist tatsächlich nicht schlecht, drum sowieso nicht dermaßen, es ist… zu massentauglich/eigentlich langweilig. Und das ist ärgerlich! Schließlich stelle ich wieder fest: Hm, dazu würde ich mich evtl. auch bewegen wollen. Dreck!)

Schließlich beweist Wenders nicht nur beim Drehbuch-Schreiben einen guten Musikgeschmack – u. a. sind im Soundtrack vertreten Portishead, The Velvet Underground, Beirut, Calexico – sondern auch seine private Plattensammlung hat gigantische Ausmaße.

Die Sequenzen im Trailer erinnern entfernt an Trainspotting.
Macht mir definitiv Lust auf einen Kinogang.

Kings of Leon II

Oktober 13, 2008

Seit kurzer Zeit ist es nun endlich zu haben – das Vierte: Only By The Night

Gespannt hatte ich darauf gewartet und jetzt ist es für meinen Geschmack zu massentauglich.

Damit werden sie es wohl in die Charts schaffen, das stimmt mich ambivalent.

Man stelle sich folgende Szene vor: Beliebige Disko, die ersten Tönchen von Use Somebody erklingen, die ganzen saisonbedingten Fans zücken reihenweise das Feuerzeug, der Carhartt-Mann fühlt sich dazu verpflichtet vor seiner Freundin zu posen und den halb-auswenig gelernten Refrain – und nur den – mitzugröhlen. Und die H&M-Frauen hängen wie Pflaster aneinander, hüpfen und kreischen Oooh-ohoh-ohhh.

Da krieg ich Husten!

Mein Anspieltipp ist Closer, definitiv.

Auch schön I want you.

99 Francs àka 39,90

September 3, 2008

Es ist selten, dass man mit guten Erwartungen ins Kino geht und diese dann letztlich noch übertroffen werden.

Man setzt sich, wartet bis das Licht ausgeht , im kommunalen Kino ein paar winzige erträgliche Spots zu Anfang und dann der Vorspann.

Ich sags euch, der ganze Film übt einen Sog auf euch aus und gibt euch frühestens 3 Sekunden nach dem Abspann wieder keuchend frei.

Das liebe ich!

Spielplatz Werbebranche: Jährlich werden rund 500 Millarden Dollar in die Werbung gepumpt.

Eine handvoll Menschen entscheiden was wir morgen essen, trinken, besitzen wollen.

Einer davon ist Octave. Für Octave ist alles käuflich ergo bedient er sich reichlich: Penthouse-Wohnung, Autos, Drogen, Ideen, Menschen, Gefühle.

Doch da ist so eine Frau…

Jedenfalls, er beginnt zu zweifeln und weil er die Oberflächlichkeit der Werbebranche als Verantwortliche für seine Miseren erkennt will er ihr einen Denkzettel verpassen, den sie so schnell nicht vergessen soll.

Aber vielleicht ist Octave auch einfach nur feige.

Im hiesigen Kulturmagazin steht zur Regie-Arbeit:

Eingebettet in eine rasant erzählte Satire nutzt Kounen die Mittel der Werbenden und versinndbildlicht die manipulative Kraft dieser Branche. [...] Dabei dienen seine virtuosen, visuellen Exkurse keinesfalls einem Selbstzweck. Mit verschiedenen Stilmitteln, wie Storytelling, Videoclipsequenzen oder Comiceinschüben bündelt er die Sehgewohnheiten unterschiedlicher Rezipienten. Druch diese äußerst geschickte verknüpfung und die unterschwellige Einbettung mannigfaltiger Zitate aus bekannten Spots wie auch Filmen schafft es Kounen, den Zuschauer mit ins Geschehen hinein zu ziehen.

Jap, exakt DAFÜR werden Filme gemacht.

Eingehaltenes Versprechen

August 23, 2008

Damals in Köln versprachen sie 2008 als Headliner zu kommen.

Und… violà: www.Anathema.ws

Bochum steht.

Eindrücke: Wie geil war das denn?!; schönstes Konzert bisher; restlos alle Favo.Lieder gespielt – darunter: Lost Control, One last Good-Bye, Empty, Flying; zweite Reihe; sogar was gefangen

Danke.